• Die Niederlande und Spanien waren die Hauptlieferanten der mehr als 9,7 Millionen Tonnen, die im Jahr 2021 eingeführt wurden.
  • Das Bewusstsein der Verbraucher für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Einkauf nimmt zu, so dass sich der Anbau von Pflanzen aus Solargewächshäusern als wichtigste Bezugsquelle etabliert.

Karlsruhe,15 Frebuar 2024

Tomaten, Gurken und Paprika machen den größten Teil der von Deutschland importierten Menge an Obst und Gemüse aus, die aus den Niederlanden und den südspanischen Mittelmeerprovinzen stammen. In diesem Sinne sind sich die Verbraucher der Bedeutung eines verantwortungsbewussten, nachhaltigen und umweltfreundlichen Konsums bewusst. Deshalb ist der Anbau in Solargewächshäusern aufgrund seiner geringen CO2-Emissionen, seines geringen Wasserverbrauchs, seiner Innovation in Bezug auf die biologische Schädlingsbekämpfung und als eine der nachhaltigsten Produktionsformen zu einer Referenz geworden.

Insgesamt importiert Deutschland im Jahr 2021 9,7 Millionen Tonnen Gemüse, eine Zahl, die unter anderem auf die Besonderheiten des Marktes in Bezug auf das Lebensmittelangebot zurückzuführen ist. In diesem Sinne hat die Vorherrschaft großer Einzelhandelsunternehmen, die sich auf Discounter spezialisiert haben und nach Angaben des spanischen Instituts für Außenhandel (ICEX) Marktführer sind, das Verbrauchsmodell eines der größten Gemüseimporteure der Welt bestimmt. Es folgen Supermärkte/Hypermärkte und große Hypermärkte, Gemüsehändler und Wochenmärkte. Der Online-Verkauf von Obst- und Gemüseprodukten ist noch nicht von großer Bedeutung, da die Verbraucher es vorziehen, das Produkt an Ort und Stelle zu begutachten, um seine Frische und Qualität zu prüfen. In diesem Sinne sind laut der ICEX-Marktstudie für das Jahr 2022 die wichtigsten Ausschlussgründe für den Kauf von frischem Obst und Gemüse Überreife und beschädigte Ware.

Eine weitere Besonderheit des Landes ist die Stabilität der Konsumgewohnheiten: Tomaten, Paprika und Gurken sind das ganze Jahr über die stärksten Gemüsesorten, wobei erstere am meisten konsumiert werden, mit einer besonderen Vorliebe für die Sorten Cherry oder Cocktail.  Laut einem Bericht über den Obst- und Gemüsemarkt mit Daten aus dem Gfk-Verbraucherindex

gaben die deutschen Haushalte im Jahr 2022 1,97 Milliarden Euro für Tomaten aus, während sie für Paprika und Gurken 1,1 bzw. 0,8 Milliarden Euro ausgaben. Diese Gemüsesorten gehören auch zu den 10 beliebtesten Gemüsesorten in der Küche, in der Reihenfolge: Tomaten, Karotten, Gurken, Zwiebeln, Paprika, Eisbergsalat, Pilze, Zucchini, Blumenkohl und Spargel.

So hat die Häufigkeit des Verzehrs von frischem Gemüse und Obst in den Haushalten in den letzten Jahren zugenommen. Im Jahr 2021 gaben mehr als 11 Millionen Deutsche an, täglich Gemüse zu verzehren.

Solargewächshäuser, die Hauptlieferanten für die Verbraucher

Die wichtigsten Obst- und Gemüselieferanten Deutschlands sind die Niederlande und Spanien. So hat Spanien in den letzten zwölf Monaten (von Oktober 2022 bis September 2023) 3.308.000 Tonnen Obst und Gemüse im Wert von 4.538 Millionen Euro nach Deutschland geliefert, wobei die Produkte nach Angaben des Zolls aus den südspanischen Mittelmeerprovinzen stammen.

Diese Zahlen festigen Deutschland als größten Importeur von Obst und Gemüse in Europa, mit besonders engen Handelsbeziehungen zu Nachbarländern wie Spanien. Dies ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter der Erfolg der Handelsbeziehungen, die Kontinuität dieser Beziehungen, der Umfang des Verbrauchs und natürlich die geografische Nähe, die die Ankunft frischer Produkte im Inland garantiert. 

Die Kampagne ‘Es kommt aus dem Gewächshaus’

Der spanische Branchenverband für Obst und Gemüse, HORTIESPAÑA, hat das Programm ‘It’s Greenhouse. Nachhaltiges Obst und Gemüse aus Europa” ins Leben gerufen, eine Kampagne zur Förderung der Vorteile des Gartenbaus unter Solargewächshäusern in Südspanien, der wichtigsten Region für nachhaltigen Obst- und Gemüseanbau in Europa. 

Die Initiative, die voraussichtlich drei Jahre (bis Februar 2026) in Spanien und Deutschland laufen wird, hat eine Gesamtinvestition von 2 Millionen Euro und wird von HORTIESPAÑA und der Europäischen Union im Rahmen der Förderung von Agrar- und Ernährungsprodukten “Enjoy, It’s from Europe” mitfinanziert.